Bale Mountains – Nationalpark

Im Süden findet man die "typisch afrikanische" Landschaft, so wie wir sie uns vorstellen,...

Das letzte Wochenende war ich nicht in Addis, sondern habe den Süden (einen kleinen Teil) Äthiopiens erkundet – die Bale Mountains. Dort gibt es einen Nationalpark. Die Idee dazu kam nicht von mir, sondern von meiner Freundin Caroline aus Vorarlberg, die ich kurz nach meiner Ankunft in Addis kennen gelernt habe. Wir hatten uns seit dem nicht mehr gesehen und die Reise ist auch ganz spontan zustande gekommen, aber es war eine wunderbare Zeit.

 

Nyala :) (weiblich)

 

Warzenschwein :P

 Am Donnerstag Abend haben wir uns getroffen und sind Freitag Früh gemeinsam weitergefahren zuerst mit einem Auto nach Shashemene, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Süden und dann mit dem öffentlichen Bus nach Dinsho, einem kleinen Dorf, von dem aus man den Nationalpark besuchen kann.

Da alles ganz spontan zustande gekommen ist, mussten wir uns unsere Ausrüstung teilweise erst zusammensuchen. Versorgt haben wir uns selbst, es gab Nudeln und Reis und Konserven.

Irgendwie haben wir es dann geschafft einen Guide, ein Zelt, Unterlagsmatten, ein Packpferd und einen Pferdeführer zu organisieren.

Am Samstag ging es dann los, bei strahlendem Wetter, obwohl wir am Freitag noch mit einem Regen – Hagel – Guss überrascht worden sind, entlang vieler kleiner Hütten in den National Park.

Feldarbeit ....

Wir sind bis auf 3500 m Höhe gewandert und haben die Natur und die vielfältige Tierwelt genossen und beobachtet.

unser Pferd...das sich auch ganz alleine nicht gefürchtet hat ;)

 

Unser Guide "Omar" :)

Molerat - Maulwurfratte

Der Höhepunkt war sicher die Sichtung des “Roten Schakals” oder “Äthiopischen Wolf” der nur in Äthiopien zu finden ist und von dem es ca nur mehr 600 Exemplare gibt,. Wir haben geich 3 davon gesehen.

Auf der Jagd nach Mäusen oder Maulwurfratten ...

 

Die Nacht haben wir im Zelt geschalfen – es war seeehhr kalt. Unsere Guides haben gut für uns gesorgt und uns Tee gekocht.

 

 

Am Sonntag Morgen sind wir einen anderen Weg zurück nach Dinsho geganen und haben auch diese Wanderung und die Vielfältigkeit der Natur genossen.

männlicher Bussard

Der Montag war dann der Rückreise gewidmet – von Dinsho nach Addis ca. 9,5 Stunden. Daheim in Bulbula wurde ich fröhlich begrüßt und habe mich sehr über die warme Dusche gefreut.
Es war ein wunderschönes und unvergessliches Wochenende :)

Gute Zeiten, schlechte Zeiten …

Ich habe ein wunderschönes Wochenende hinter mir, doch bevor ich davon berichte muss ich auch vom Rest der Woche schreiben.

Bis jetzt habe ich immer die schönen Seiten des Lebens hier gepostet, auch deswegen, weil sie einfach überwiegen und ich die Kinder, Menschen und das Land so sehr liebe. Doch manchmal gibt es auch Situationen, in denen ich schon mal die Nerven verliere oder ungeduldig werde, oder manchmal auch zu weinen beginnen möchte:

Unsere „Kinder“ sind wirklich brav. Sie streiten zwar manchmal untereinander, aber ich bin sehr stolz auf sie und wie sie sich entwickeln.

Bafirker hat sich sehr verändert, ist sehr aktiv im Moment, ja wir glauben sogar er hat sein erstes Wort gesprochen! Hier ein Bild von ihm am Morgen. (Nur so nebenbei..er schläft noch ;) )

auch mili hat selstame Schalfgewohnheiten ;)

 

Manchmal gibt es dann Rückschläge, zum Beispiel letzte Woche als Tadesse einfach nicht in die Toilette gemacht hat, sondern daneben auf den Boden. Zugegeben hat er es nicht, aber wir haben erkannt dass er es war, an der Art wie er sich verhalten hat.

Oder Deribie die jede Nacht auf andere Ideen kommt, zum Beispiel mein Schmink – Puder überall am Boden verstreut, mit Wasser mischt und dann in ihr Bett gießt, nur um in die Dose ihr Holzkreuz zu geben. Oder sie muss sich übergeben und versucht dann das Bett  mit dem Klobesen  zu reinigen. Wenn man es schreibt klingt es witzig. Aber wir sind ständig mit diesen Personen zusammen und versuchen zu reden und zu erklären und es hilft nicht. So stehe ich mitten in der Nacht auf und putze Toiletten und wasche den Boden auf … manchmal verliere ich dann die Geduld, obwohl ich weiß, dass gerade Deribie wahrscheinlich noch mehr Liebe und eine Umarmung brauchen würde….

Deribie hat auch viele Probleme beim essen, sie ist nie satt, will immer mehr haben. Das Foto habe ich spaßhalber gemacht, sie räumt gerade den Tisch ab ;)

Gott hat mir dazu auch  eine Antwort gegeben, als ich etwas verzweifelt auf dem Balkon gesessen bin, mein Gebet unterbrechen musste, weil ich mich gerade wirklich über Deribie geärgert habe und ihn gefragt habe: „Herr, warum das alles?“

„Ich ertrage das alles für die  Menschen, die Gott erwählt hat, damit auch sie durch Jesus Christus gerettet werden und die ewige Herrlichkeit erhalten.“    2 Timotheus 2,10

Eine deutliche Antwort, die mir wieder Kraft gegeben hat. Zudem hatte ich die letzte Woche auch mit meiner Gesundheit u kämpfen. Ich habe Amöben, keine Seltenheit in Afrika, die dafür verantwortlich sind, dass mein Magen seit einiger Zeit nicht gut war. Außerdem ist noch Zahnweh dazugekommen und es ist schwer hier einen vertrauenswürdigen Zahnarzt zu finden.

Aber nun zu den guten Zeiten, die wie schon gesagt, überwiegen!

Wir hatten einen wunderschönen Samstag, denn wir haben gemeinsam einen Ausflug gemacht. Und es waren wirklich alle dabei. Meine Freundin Lena, die letzte Woche bei uns war, um die Riesenseifenblasen zu machen, hat uns zu einer Zirkusvorstellung eingeladen. Der Fekat – Zirkus holt Kinder von der Straße und unterrichtet und fördert sie. Lena hat mit ihrer Kunst dort auch mitgewirkt.

Nachdem wir alle zurecht gemacht haben, geduscht, umgezogen, Windeln und Jacken eingepackt haben hat uns Abba Eyob abgeholt und uns zu dem Ort der Veranstaltung gebracht.

Dazu hat er sich ein großes Auto ausgeborgt, in das wir alle reingepasst haben. Es war schön, mit allen gemeinsam zu gehen, es war richtig aufregend.

 

Die Vorstellung war super und die Kinder und auch wir Erwachsenen waren begeistert und fasziniert!

 

Zum Abschluss waren wir alle gemeinsam Eis essen, es war ein wunderschöner Tag.

 

Am Sonntag bin ich in ein Gebiet namens Alem Bank gefahren, wo Salams Familie lebt. Salam hat mich schon lange eingeladen und ich habe ihr versprochen zu kommen. Sie haben mich herzlich willkommen geheißen, ich habe den ganzen Tag dort verbracht, mit ihnen gegessen, fern geschaut, mit den Kindern gespielt, Amharisch geredet. Es war ein wunderschöner Tag. Die Gegend ist am Rande von Addis und dort sind wirklich KEINE Ausländer. Es war eine interessante Erfahrung und natürlich etwas Besonderes für die Menschen dort. Salam war stolz, eine weiße Freundin zu haben und ich habe mich über die  Reaktionen der Leute amüsiert.

Besonders habe ich Salams kleine Schwester Hanna ins Herz geschlossen.

Überhaupt war es schön, den Tag mit einer Familie zu verbringen, irgendwie dazu zugehören. Es hat mir auch sehr geholfen Salam zu verstehen, wer sie ist und woher sie kommt und mit ihr die Äthiopier. In einem einfachen Haus, mit 3 Zimmern, eine Küche wo gleichzeitig auch ein Bett steht, kein fließend Wasser, aber ein Fernseher und das Klo ein Loch im Boden mit Planen umspannt, damit man nichts sieht ;) Die Nachbarn gehen ein und aus. Jeder ist willkommen. Salams Mum hat extra für mich ein dunkles Brot gebacken, das ich einmal gekostet hatte, als Salam es in unser Haus gebracht hat und mir so gut geschmeckt hat, weil es mich an Daheim erinnert hat. So ist das hier. Es war ein wunderschöner Tag mit meiner äthiopischen Sister. Ich hab sie und ihre Familie sehr gerne! :)

 

Ich bitte euch abschließend noch verstärkt um euer Gebet, denn nächste Woche muss ich mein Visa verlängern lassen und das kann einfach oder kompliziert sein …

 

 

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Aufregende letzte Woche!

Die letzten Tage waren sehr aufregend und wir hatten viel Programm!
Wir haben zum Beispiel gemeinsam mit den Straßenkreiden in unserem Hof gemalt. Die Kinder waren sehr kreativ und alle haben mitgemacht. Ich habe dann für sie eine Straße gemalt und so haben wir gespielt.

 

Unsere Straße wird mal wieder umgegraben und es gab am Samstag keinen Strom und so haben wir zu Mittag Bananen, Guaven und Kekse gegessen.

Deswegen haben Salam und ich am Nachmittag Pizza gekauft und am Abend hat es dann Pizza und Reis gegeben und es hat allen sehr gut geschmeckt ;)

Am Sonntag war ich am Morgen mit Ambase in der Kirche, er wollte gern mit mir mitgehen und hat mich schon am Morgen aufgeweckt, obwohl es sehr früh war. Am Nachmittag gab es ein Konzert der Jungendchöre der einzelnen Pfarrgemeinden und kurzerhand hab ich beschlossen mit Tadesse, Ambase, Binyam und Milen dort hinzugehen und so haben wir das Konzert besucht, es war ein schöner Nachmittag. Die Kinder haben die Musik genossen und es war für sie aufregend unter sovielen Menschen zu sein. Wir haben sogar geschafft, mit dem öffentlichen Bus zurück nach Bulbula zu kommen.

Beim Konzert - st. Michael Parish

Montag hatte ich Zeit und habe Bafirker statt nur zu duschen baden lassen. Es hat ihm gefallen. Er hat mit dem Wasser gepritschelt und ich hab ihn mit einer Wasserflasche das Warme Wasser über den Rücken gegossen, ich glaube er hat das sehr genossen.

Dienstag waren wir Haare schneiden. Ambase wollte zuerst nicht, aber er ist dann gleich als 1. gegangen – und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Er sieht wirklich gut aus. Ich hab ihm gesagt, würde ich ihn auf der Straße sehen, würde ich mich sofort in ihn verlieben;) Auch Binyam und Denka haben jetzt kurzes Haar, die Erfahrung war gut und etwas Besonderes.

Am Nachmittag gab es dann eine besondere Überraschung für die Kinder. Eine Freundin aus Deutschland, Lena, und Verena sind zu uns ins Haus gekommen. Lena macht Riesenseifenblasen und wir waren auf der Straße und sie hat diese Kunst vorgeführt und die Kinder durften es sogar selbst ausprobieren.

Es war wirklich zum Stauen, für groß und klein. Einige der Nachbarskinder sind auch gekommen und auch die Erwachsenen haben zugeschaut, was denn plötzlich in unserer Straße los ist. Es war wirklich eine Faszination!

 

Eine Sekunde haben wir nicht hingeschaut und schon war Bafirker in der Wasserlacke

 

Milen und ein Nachbarmädchen machen gemeinsam Seifenblasen

 

Dann haben wir noch gemeinsam Kaffee getrunken und es gab als Jause Palatschinken mit Schokocreme und Bananen. Die Kinder haben das geliebt. Ich habe sie am Abend davor mit Salam gemacht.

Am Abend haben wir uns gleich die Fotos angeschaut und den Vorhang betrachtet, den wir geschenkt bekommen haben.

Neuer Vorhang :)

So vieles passiert einfach und wir müssen gar nicht viel dafür tun. Ich kann Gott nur dafür danken – für dieses Wunder!

Blödsinn ;)

Heute möchte ich euch einfach an ein paar Fotos teilhaben lassen, die wir aufgenommen haben, als wir nichts Anderes zu tun hatten. Manchmal tut es gut, einfach BLÖDSINN zu machen ;) ….

 

 

 

 

Spaziergang am Abend und Abschluss eines lustigen Nachmittags!

Es gäbe noch mehr Bilder, aber der Computer spinnt herum ;) Wünsche euch ein gutes Wochenende, einen gesegneten Sonntag und melde mich bald wieder :)

Spiel und Spaß

Die letzten Tage waren vor allem für mich sehr aufregend. Ich habe viel erlebt. Es ist so: Die Menschen hier sorgen sich sehr um mich. Fast jeden Tag werde ich eingeladen zum Essen oder auf einen Kaffee, denn alle sagen mir „Du musst ja auch auf dich schauen“. Ich bin sehr dankbar dafür, fühle mich aber in unserem Haus sehr wohl und habe eher damit Probleme genügend Zeit im Haus zu verbringen und eine gute Balance herzustellen.

Manchmal gibt es natürlich Situationen und Einladungen, die ich fast nicht ablehnen kann. Zum Beispiel hat mich am Wochenende Marie, die Krankenschwester aus Österreich besucht, bevor sie am Montag zurück nach Österreich geflogen ist. Den Samstag hat sie bei uns im Haus verbracht. Wir haben getratscht und sie hat sich die Medizin der Kinder angesehen und mir Tipps gegeben. Außerdem haben wir Rahel die Haare rasiert, weil sie eine Hautirritation am Kopf hat. Mit routinierter Leichtigkeit hat sie mir geholfen und wir haben das gut hinter uns gebracht und auch der neue Haarschnitt steht Rahel sehr gut.

Sonntag waren wir in der englischen Messe und haben den Tag gemeinsam verbracht, uns das neue Gebäude der African Union angesehen und waren am Piazza spazieren, haben eingekauft und am Abend traditionell äthiopisch gegessen.  Die Nacht haben wir in einem Hotel geschlafen, weil es ja ohne Auto nicht wirklich möglich ist so spät nach Bole Bulbula zu kommen und Marie ihre letzte Zeit in Addis richtig genießen wollte. Auch für mich war es eine wunderschöne Ausnahme ;)

Sitz der African Union - gesponstert und gebaut von China, das höchste Gebäude in Addis

 

Blick vom noblen Hotel auf die umliegenden Häuser ...arm und reich sind nah beieinander!

Am Montag war ich mit Tadesse im 6. Kilo um Medizin zu holen. Unser Nachbar hat uns hingeführt. Tadesse hat das sehr genossen, denn er hat dort eine lange Zeit gelebt und alle haben ihn erkannt und ihn umarmt und mit ihm getratscht. Dann hat er noch einen Haarschnitt bekommen, die anderen Kinder kommen diese Woche auch noch dran ….

vorher .. .

nacher ... !

Am  Dienstag hatte ich einen ganz besonderen Tag. Mein Nachbar hat mich eingeladen. Wir waren im 3D – Kino und haben uns einen englischen Film angeschaut. Als ich vom Kinosaal raus gekommen bin, war ich ganz verwirrt, dass ich in Addis bin. Das Kino hat genauso ausgesehen wie bei uns in Österreich (nur der Eintritt ist billiger – pro Person 60 Birr – 2,50 Euro). Dann waren wir noch im Sheraton – Hotel, dem exklusivsten Hotel in Addis Abeba (Nie würde ich dort alleine hingehen. Aber es war schon ein einmaliges Erlebnis!

amazing ... the garden!

 

Springbrunnen im Garten mit Musik (wie in Barcelona ;) )

 Hierher kommen nur die reichsten Äthiopier und natürlich Ausländer, außerdem übernachten hier alle wichtigen Persönlichkeiten. Es war ein netter Abend mit Live – Musik und tollen Sängern.

Im Haus läuft alles rund. DANKE noch einmal für die Spiele und alle Dinge, die wir geschickt bekommen haben. Die Burschen spielen jetzt immer mit den Autos, auch ganz alleine.

Autos :)

Ich bin so dankbar dafür und glücklich darüber, wenn sie sich selbst beschäftigen und miteinadnder spielen. Auch einige der Spiele haben wir schon ausprobiert. Ich hatte zum Beispiel wirklich Zeit mich eine Stunde nur mit Binyam hinzusetzten und zu spielen. Das hat ihm sehr gut getan.

2 gleiche suchen ...

 

Ambase und Ababa suchen die Herausforderung mit einem Puzzle

Auch ist es für mich gut, um zu sehen, was die Kinder schon können und was nicht und einzelnen Kindern bewusst Aufmerksamkeit schenken zu können.

Ich muss sagen ich liebe diese Kinder wirklich und unsere Bindung wird immer stärker. Eines der schönsten Dinge ist zum Beispiel das Aufwachen am Morgen. Letztens hat es geregnet und wir sind erst spät aufgestanden. Ababa, Salam und ich sind zwischen den Kindern gelegen und haben sie aufgeweckt. Denka hat seinen Kopf an meine Schulter gelegt und ich hab seine Haare gestreichelt usw. Ich hab sie wirklich sehr lieb.

Wir gestalten eine Dankeskarte ;)

...mit Denka ist es immer lustig :)

 

Denka benutzt seine rechte Hand fast gar nicht, die Farbe habe ich mit einem Schwamm aufgetragen – Wahrnehmungsförderung …

 

…auch für Bafirker :)

Was nicht so gut ist, ist unsere Straße. Nachdem man versucht hat sie zu ebnen, ist alles nur noch schlimmer geworden. Es regnet jetzt fast wieder täglich und jeden Tag wird es schlimmer. Vor unserer Tür ist nur mehr „Gatsch“ und man kommt eigentlich gar nicht mehr wirklich weg, Autos können sowieso nur mehr ganz große, gute Geländewagen fahren. Ich hoffe, sie bekommen das vor der Regenzeit noch hin, denn dann regnet es jeden Tag und viel mehr als jetzt. Außerdem ist es schwierig die Wäsche zu waschen, denn bei so vielen Leuten, dauert das ganz schön lange (mit der Hand) und die Kleider können nicht richtig trocknen, dazu kommt noch, dass es durch den Regen ziemlich abkühlt. Im Moment hat es immer so um die 12 – 15°C  Grad und wir haben alle mit Schnupfen und Husten zu kämpfen.

man beachte den See im Hintergrund...

Vielleicht mache ich demnächst mit den Kindern eine Wanderung Barfuß durch unsere Straße… für die Wahrnehmung sicher nicht schlecht … ;) Man muss alles positiv sehen und wie immer bin ich dankbar, dass alles gerade so gut läuft, alles Liebe, Ulli.

 

Fortschritte ….

Die Zeit hier vergeht so schnell, eine Woche schneller als die andere. Schon bin ich wieder mehr als 2 Monate hier in Äthiopien und ich genieße die Zeit im Moment wirklich in vollen Zügen. Es spielt sich schön langsam alles ein. Aus dem Projekt wird mehr und mehr eine Familie, die Beziehungen werden enger…wir machen FORTSCHRITTE!

In der letzten Woche habe ich vor allem die Beziehung zu unseren Nachbarn gepfelgt. Und ich muss sagen wir haben großes Glück. Unser Nachbar von gegenüber ist ein wahrer Gewinn für dieses Haus. Er nimmt sich unserer Situation und die der Kinder sehr an. Letzte Woche hat er uns ja einen Fernseher geschenkt und geholfen das zerbrochene Fenster des Balkons so schnell wie möglich zu reparieren. Im Gespräch, wie er uns noch eine Freude machen könnte hat er uns schließlich ein Schaf geschenkt! – Ja ein Schaf, zum Essen, denn wir essen hauptsächlich Gemüse, denn Fleisch für so viele Leute ist nicht so billig.

Das Schaf in ungekochter Form ;)

Es war ein Festmahl und es reicht nicht nur für einmal, das steht fest.

Von Andrzej aus Polen haben wir drei Pakete mit Kleidung bekommen. Es war spannend auszupacken und ein bisschen wie Weihnachten. Jeder hat etwas bekommen und jetzt sind die Kleiderschränke voll, was gut ist, wir müssen uns keine Sorgen mehr machen, dass wir kein sauberes Gewand mehr haben ;)

Für jeden was dabei...

Die Dinge beginnen sich zu setzen. Abläufe werden klarer, wie ich ja schon im letzten Artikel beschrieben habe. Die Kinder beginnen sich gegenseitig zu helfen.

Außerdem habe ich begonnen Ambase zu unterrichten. Er ist wirklich sehr klug, Wir machen Englisch und Mathe und er unterrichtet mich ein bisschen Amharisch und Oromifa. Jetzt haben wir zum Beispiel versucht unsere Namen in Amharisch zu schreiben. Ich hab dazu eine große Karte gekauft, die im Schlafzimmer hängt.

Aber auch die anderen Kinder sollen nicht zu kurz kommen. Es ist nicht einfach etwas mit allen zu machen. Aber ich gebe mir Mühe.

Letzte Woche haben wir 2 Dankeskarten gestaltet und etwas für unser Fenster gemalt.

Außerdem waren wir unterwegs um Bole Bulbula zu erkunden. Mit Rucksack bekpackt  waren wir sicher eine Stunde unterwegs. Es gab Kekse und Bananen und Ambase hat mit den Kindern von Bulbula Ball gespielt.

discovering bole bulbula

Wir haben auch Papierflieger gestaltet und bemalt und sind dann los, um sie fliegen zu lassen. So etwas Einfaches kann viel Freude bereiten und wir hatten echt viel Spaß!

Bemalen der Papierfleiger

 

 

 

Außerdem habe ich endlich das Paket aus Österreich erhalten und bin sehr froh und dankbar. Die KInder haben sich auch sehr gefreut und ich bin sicher, wir können die Sachen gut und wertvoll einsetzen! DANKE

Öffnen des Pakets!

Ambase und die Giraffe

Milen hats gefallen :)

 

Auch Bafirker war froh :)

 

 

Im Moment läuft alles sehr gut und schon mache ich mir Gedanken, wie ich das alles in 3 Monaten einfach so verlassen soll, auch wenn mir manche Dinge aus Österreich sehr abgehen… Bittet betet mit mir um Stärke und Weisheit.

Nicht nur die Kinder wachsen stärker zusammen, auch meine wunderbaren Arbeiter und ich verstehen uns gut. Es ist ein Geschenk Menschen zu haben, auf die man sich verlassen kann. Und immer wieder treffe ich neue Menschen und bekomme neue Freunde, die ihre Hilfe und Unterstützung anbieten, ja die auch auf mich schauen, mich einladen, weil sie sagen, ich brauche Abwechslung usw. :)

Gemütlicher Abend zu viert, wenn die Kinder schlafen mit Kuchen und Softdrinks :)

Ich denke immer, der Herr sorgt für alles. Natürlich ist nicht immer alles einfach. Letzte Woche hat man mir zum Beispiel mein Handy gestohlen, oder es gibt Streit zwischen den Kindern, oder manchmal fühle ich mich auch nicht kompetent genug so ein Haus zu leiten und so viele Dinge an die ich denken soll und auf die ich achten muss…

Trotzdem ist die Zeit im Moment wunderbar und ich genieße das Leben hier sehr und bin extrem dankbar dafür :) Und so wünsche ich euch eine gute Zeit und Gottes Segen! :)

Happy:) - Paket aus Österreich!!